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18F Parlament

Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien

Nach jahrezehntelangem Kampf galt ab Dezember 1918 das allgemeine, gleiche, direkte und persönliche Wahlrecht für Frauen und Männer. Im März 1919 zogen acht Frauen in die Konstituierende Nationalratsversammlung ein. Darunter waren drei Gewerkschafterinnen: als einzige aus einem Bundesland stammende Abgeordnete, die Tabakarbeiterin Marie Tusch (1868-1939), Anna Boschek (1874-1957) und Amalie Seidel (1876-1952).

Zwischen 1919 und 1934 setzten sich die Parlamentarierinnen u.a. erfolgreich ein für die rechtliche Gleichstellung in der Verfassung (1920),  für die Verabschiedung des Haugehilfengesetzes (1920), des Ammengesetzes (1926), des ArbeiterInnenversicherungsgesetzes (1926), und des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (1928).  Nicht erreichen konnten sie die Abschaffung des „Abtreibungsparagraphen“ 144-148 und die Reform des Eherechtes. Dies sollte noch bis in die 1970er Jahre dauern.

 

Seit 1945 zogen eine Vielzahl von Gewerkschafterinnen in das Parlament ein.  Darunter waren:

 

Sie setzten neben allgemein gültigen Gesetze eine Vielzahl von frauenspezifischen Gesetzen durch. Etwa das


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Marie Tusch - die Arbeitsbedingungen in den Tabakfabriken waren hart und der Lohn reichte oft kaum zum Leben aus. Wer sich dagegen auflehnte, wurde sofort entlassen.

von © ÖGB Fotoarchiv

Erste weibliche Abgeordnete der SDAPÖ in der Nationalversammlung 1919 (1. Reihe: Adelheid Popp, Anna Boschek 2. Reihe: Gabriele Proft, Therese Schlesinger 3. Reihe: Marie Tusch, Amalie Seidel)

von ÖNB/Bildarchiv 118.074C

Nationalrat 1919

von ÖNB/Bildarchiv 461.547 B