Stadtspaziergänge
Spaziergänge weitere Sehenswürdigkeiten Suche Impressum

14F Denkmal 12. Februar 1934

Rathauspark, 1010 Wien

Mit der Geschäftsordnungskrise und der Ausschaltung des Parlaments im März 1933 begann unter Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1892-1934) das autoritäre Regime. Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit wurde eingeschränkt, ein Streikverbot erlassen und die Todesstrafe wieder eingeführt. Am 12. Februar 1934 standen rund 20.000 Arbeiter_innen etwa 60.000 Gendarmen, Polizisten und Soldaten gegenüber. Die Sozialdemokrat_innen verloren den Kampf. Daraufhin wurden die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die Gewerkschaften, die „unliebsamen Frauenvereine“ und deren Medien verboten.

Sofort entstanden zahlreiche Widerstandsorganisationen. So gehörte etwa die spätere GPA-Bundesfrauenvorsitzende Valerie Kittel (1905-1995) der illegalen Organisation „Revolutionäre Sozialisten“ an und ihre Wohnung war der Treffpunkt der Widerstandskämpfer_innen gegen den Austrofaschismus.

Lucie Petriedes (1897-1984) war Sekretärin bei den Freien Gewerkschaften, Mitarbeiterin der Arbeitslosenzeitung „Der Stempler“ und Verwalterin des Nachrichtendienstes des Republikanischen Schutzbundes.  1934 ging sie mit dem Austromarxisten Otto Bauer (1881-1938) und anderen Gewerkschafter_innen und Sozialdemokrat_innen ins Exil nach Brünn (heute Brno). Dort unterstützte sie Bauer bei der Erstellung des Manuskripts „Der Aufstand der österreichischen Arbeiter“ und half dem Redakteur Otto Leichter (1897-1973) bis ins Jahr 1938 bei der Herausgabe der illegal erscheinenden „Gewerkschaftlichen Information“.

Die Mitbegründerin und Sekretärin der gewerkschaftlichen Organisation der Krankenschwestern Lucie Loch (1881-1944) kämpfte zwischen 1934 bis zu ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten im Jahr 1938 im Untergrund gegen die klerikal-faschistische Krankenschwesterorganisation. Sie gehörte sowohl den „Revolutionären Sozialisten“ als auch dem zentralen Frauenkomitee der Untergrund-Gewerkschaften an.


mehr Information zum Standort

A...dein aktueller Standort


B...die nächste Station


C...die übernächste Station







Zurück Weiter

Symbol der Revolutionären Sozialisten Österreichs

von Von unbekannt - Entnommen dem AEIOU Österreich Online Lexikon.Link: http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.r/r562283.htmvermutlich Scan eines Flugblattes von 1934, PD-Schöpfungshöhe, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=660593