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Landesgericht für Strafsachen

Landesgerichtsstraße 11
1080 Wien

Das Landesgericht („Landl“) ist seit 1839 Gerichtsgebäude. Am 14. Juli 1927 wurden Mitglieder eines rechtsextremen Wehrverbands, die in Schattendorf einen Invaliden und ein Kind erschossen hatten, freigesprochen. Das Urteil löste tags darauf eine zunächst friedliche Protestdemonstration aus, die nach dem Eingreifen der Polizei mit dem Brand des Justizpalasts und vielen Toten (s. Station 16) endete. Den „Rädelsführern“ wurde hier der Prozess gemacht.

Während des austrofaschistischen Ständestaates (1934-1938) gab es hier zahlreiche Prozesse gegen GewerkschafterInnen. Bekannt wurde auch der sogenannte „Große Sozialistenprozess“ (1936) gegen im Untergrund aktive 28 SozialistInnen und zwei Kommunisten. Unter ihnen waren der Jugendsekretär des Bundes Freier Gewerkschaften Anton Proksch, der Vertrauensmann der Freien Eisenbahnergewerkschaft Franz Rauscher (1900-1988) und der spätere Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990).

Zwischen 6. Dezember 1938 und 4. April 1945 exekutierten hier die Nationalsozialisten 1.184 Menschen, u. a. wurden im Juni 1942 zehn im Widerstand tätige Eisenbahner aus der Steiermark und Kärnten geköpft. Nach dem Erlass des Verbots- und des Kriegsverbrechergesetzes im Mai 1945 fanden hier die Prozesse gegen Nationalsozialisten statt.

Das Landesgericht ("Landl") war von 1839 bis 1850 ein städtisches Gericht, danach das k.k. Landesgericht in Strafsachen und ab 1918 Landesgericht für Strafsachen Wien.

Austrofaschismus

Während des Austrofaschismus (1934-1938) finden im Landesgericht Prozesse gegen illegal agierende Nationalsozialisten statt, aber auch der sogenannte "Große Sozialistenprozess" (1936) gegen 28 "illegale" Sozialisten und zwei Kommunisten. Unter ihnen sind der Sekretär der Jugendabteilung des Bundes Freier Gewerkschaften und spätere Generalsekretär des ÖGB Anton Proksch (1897-1975), der Vertrauensmann der Freien Eisenbahnergewerkschaft Franz Rauscher (1900-1988) und der spätere Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911-1990).

NS-Regime

Zwischen 6. Dezember 1938 und 4. April 1945 exekutieren die Nationalsozialisten 1.184 Menschen. Im Juni 1942 werden zehn im Widerstand tätige Eisenbahner aus der Steiermark und Kärnten geköpft. Nach dem Erlass des Verbots- und des Kriegsverbrechergesetz im Mai 1945 finden im Landesgericht die Prozesse gegen Nationalsozialisten statt.

An der Seite zur Landesgerichtsstraße gibt es seit 2015 Schautafeln zur Geschichte des Hauses.


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Landesgericht

von ÖGB

Stolperstein vor dem Landesgericht

von ÖGB

Gedenktafel am Landesgericht

von ÖGB